Relaunch der eigenen Website mit Astro
Von WordPress zu Astro: Warum mein Website-Relaunch die beste Entscheidung war
Es ist vollbracht. Nach Jahren auf WordPress habe ich den Stecker gezogen. Meine Website ist umgezogen – weg von Datenbanken und schwerfälligen PHP-Backends, hin zu einer modernen, statischen Architektur mit Astro.
Warum macht man sich die Mühe, ein funktionierendes System komplett neu zu bauen? Ganz einfach: Weil „funktioniert“ nicht mehr gut genug ist, wenn man das Web von heute (und morgen) versteht.
Der Abschied vom Ballast: Warum WordPress weichen musste
Versteh mich nicht falsch: WordPress ist ein großartiges Tool für viele. Aber mit der Zeit fühlte es sich für mich wie ein Schweizer Taschenmesser an, bei dem ich eigentlich nur die kleine Schere brauche, aber ständig das ganze 500-Gramm-Teil mit mir herumschleppe.
- Performance-Limit: Egal wie viel ich optimiert habe, die TTFB (Time to First Byte) war durch das serverseitige Rendern und die Datenbankabfragen immer ein Bremsklotz.
- Wartungs-Fatigue: Ein Update hier, ein Plugin-Sicherheitsleck da. Ich wollte wieder mehr Zeit mit Inhalten verbringen und weniger mit dem Updaten von PHP-Versionen.
- Der “Bloat”: WordPress lädt oft Unmengen an CSS und JavaScript, die auf der aktuellen Seite gar nicht benötigt werden.
Warum Astro? Die Magie der “Island Architecture”
Ich habe mich für Astro entschieden, weil es einen radikal anderen Ansatz verfolgt. Astro ist ein Static Site Generator (SSG), der darauf spezialisiert ist, so wenig JavaScript wie möglich an den Browser zu senden.
Das sind die unschlagbaren Vorteile:
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Zero-Bundle-Size (Standardmäßig): Astro liefert standardmäßig reines HTML aus. JavaScript wird nur dort geladen, wo es wirklich interaktiv sein muss (die sogenannten “Islands”).
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Freie Wahl der Tools: Ich konnte Komponenten in React schreiben, für andere Teile aber einfaches HTML/CSS nutzen. Astro bringt alles nahtlos zusammen.
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Developer Experience: Das Entwickeln fühlt sich modern und intuitiv an. Kein hantieren mit kryptischen Hooks in alten Themes, sondern saubere, komponentenbasierte Arbeit.
Warum das Projekt so spannend war
Ein Relaunch ist immer mehr als nur ein technisches Update. Es war eine Reise zurück zu den Wurzeln des Webs, kombiniert mit modernster Technik.
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Der Speed-Rausch: Den Lighthouse-Score zu sehen ohne ein einziges Caching-Plugin konfigurieren zu müssen, war ein echtes Erfolgserlebnis.
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Content in Markdown: Meine Blogartikel schreibe ich jetzt in Markdown-Dateien. Das bedeutet: Volle Kontrolle über meinen Content, keine Datenbank-Lock-ins und Versionierung über Git.
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Sicherheit & Hosting: Da es keine Datenbank und kein PHP-Backend mehr gibt, ist die Angriffsfläche praktisch gleich null.
Fazit: Weniger ist deutlich mehr
Der Wechsel von WordPress zu Astro war für mich ein Befreiungsschlag. Die Seite ist jetzt nicht nur zehnmal schneller, sondern auch wartungsärmer und sicherer.